MITTEILUNG

Die Jugoslawisch-Österreichische Solidaritätsbewegung lädt ein zur
Buchpräsentation und Diskussion:

Kurt Köpruner
R E I S E N I N D A S L A N D D E R K R I E G E
Erlebnisse eines Fremden in Jugoslawien

Termin: Freitag, 30. November 2001, 19.00 Uhr

Ort: Afro-Asiatisches Institut, 1090 Wien, Türkenstraße 3

Vortrag/Lesung: Kurt Köpruner, Autor


"... und teile mit Ihnen Zorn und Klarheit.
Ich wünsche Ihnen noch und noch nachdenkliche Leser."
Peter Handke in einem persönlichen Brief an den Autor.

Als Manager einer deutschen Maschinenbauagentur reiste der Vorarlberger
Kurt Köpruner seit 1990 durch den Balkan. Zahlreiche persönliche
Erlebnisse ließen ihn bald an der offiziellen Version über die Kriege
zweifeln. Sein nun in Buchform erschienener Bericht hat schon nach
wenigen Wochen für Aufsehen gesorgt.

Expertenmeinungen:
"... hinreißend erzählt." (Dr. Peter Glotz im Vorwort)
"... in einem Zug durchgelesen." (Dr. Heinz Loquai, Brigadegeneral a.
D., Autor)
"... spannend, sehr spannend." (Mira Beham, Autorin des Bestsellers
"Kriegstrommeln")
"... eindringlich und sehr atmospärisch." (Dr. Malte Olschewski, früher
ORF)

Aus Pressekommentaren:

DIE PRESSE: Köpruners klug gegliedertes Werk orientiert sich mehr an den
Werken englischer Historiker denn an deutschen Kriegsreportagen. Der
Autor bleibt konkret, wo andere mutmaßen.

Vorarlberger Nachrichten: Der Autor fragt mit bestechender Klarheit und
ohne vorgefertigte Urteile: Wie hat das kommen können? Wer Antworten
möchte, dem ist das Buch zu empfehlen.

Leipziger Volkszeitung: Dieses überaus spannende Buch ist nicht nur für
den Balkan-Laien, sondern auch für den Experten geeignet, weil es die
menschliche Dimension der Konflikte beleuchtet.

Neues Deutschland: Der besondere Wert dieses Buches besteht darin, dass
es nicht in Archiven entstanden ist, sondern auf teils abenteuerlichen
Entdeckungstouren im Lande selbst.

Junge Welt: Es gibt nur wenige politische Bücher, die hochkomplexe
Zusammenhänge auf derart anschauliche Art zu zeichnen in der Lage sind,
dass man sie nicht weglegen mag.


Kurt Köpruner:

Reisen in das Land der Kriege - Erlebnisse eines Fremden in Jugoslawien

Vorwort von Peter Glotz - ISBN 3-88520-801-6, 352 Seiten, geb., ATS
284,00, EURO 19,90

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Jugoslawisch Österreichische Solidaritätsbewegung JÖSB
PF 217 A-1040 Wien
Tel&Fax: (+43 1) 924 31 61
joesb@... - http://www.vorstadtzentrum.net/joesb
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AMSELFELD KOMMENTAR
17.11.2001
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WAHLEN UND DIE WAHREN SIEGER


In Kosovo fanden Wahlen statt. In der Provinz, die seit zwei
Jahren von der NATO kontrolliert wird, gab es in dieser Zeit mehr
Morde und Entführungen als im halbem Jahrundert zwischen dem
Zweiten Weltkrieg und dem NATO-Einmarsch, einschließlich
Bombardierung im Frühjahr 1999. Mehr als 300.000 Serben, Roma,
ethnische Türken, slawische Moslems und auch ethnische Albaner,
die mit der Politik der regierenden Extremisten nicht
einverstanden sind, wurden vertrieben. Trotzdem spricht die NATO
von Freiheit, Menschenrechten und Demokratie in Kosovo heute.

Die OSZE spricht von einer Wahlbeteiligung von 46% aller Serben,
die sich registrieren ließen. Von mehr als 300.000 serbischen
Einwohnern der Provinz ließen sich etwa 180.000 für diese Wahlen
registrieren. Bei den meisten Registrierten handelt es sich um
Vertriebene, die jetzt in Zentralserbien leben und in das Kosovo,
in dem jetzt laut NATO "Demokratie, Frieden und Menschenrechte"
herrschen, nicht zurückkehren dürfen.

Die prowestlichen Regierungen Jugoslawiens und Serbiens haben die
schändliche Aufgabe übernommen, Druck auf die Serben in Kosovo
und Metochien auszuüben, an diesen Wahlen teilzunehmen. Trotz
allem Druck, Versprechungen und Drohungen, beugten sich die
Serben auf dem Amselfeld nicht. Sie haben verstanden, daß sie
sich auf niemanden mehr verlassen können als auf sich selbst und
auf Gott.

Das serbische Volk in Kosovo und Metochien lebt. Es wird
vertrieben und geschlagen, auf der Straße ermordet (Pristina),
bei Erntearbeiten erschossen (Gracko), bei Gottesdienstbesuchen
erschlagen (Prizren). Seine Heiligtümer werden geschändet und
zerstört. Seine Kinder werden aus Schulen in Zelte vertrieben
(Lipljan). Es wird in Gettos gezwängt (Orahovac). Trotzdem leben
und überleben die Serben, auf sich selbst gestellt, so wie sie es
in den fünf Jahrhundert unter dem türkischen Joch getan haben. Es
ist nicht zufällig, daß gerade heute im serbischen Krankenhaus
von Kosovska Mitrovica mehr Kinder geboren werden als je zuvor
und daß im nördlichen Amselfeld wieder Kirchen gebaut werden.
Verlassen von den Mächtigen dieser Welt, kehrt das selbische Volk
auf dem Amselfelde zu sich selbst und seinem christlichem Glauben
zurück, den er so oft teuer und mit viel Blut bezahlt hat.

Den Wahlen, der NATO, dem Belgrader Marionettenregime zum Trotz
ist dieses Volk mit seinem Überlebenswillen der wahre Sieger
heute.



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AMSELFELD KOMMENTAR
19.11.2001
http://www.amselfeld.com
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EIN INTERESSANTES ERGEBNIS


Die Wahlen in der serbischen Provinz Kosovo und Metochien mögen
einen Herrn Rugova als selbsternannten Sieger hervorgebracht
haben, welcher allerdings doch erheblich weniger Stimmen bekam
als von ihm selbst noch am Tage nach der Wahl behauptet. Er wird
nicht allein in der Provinz schalten und walten können wie es ihn
die UN-Verwaltung UNMIK läßt, er wird sich einen (oder mehrere)
Koalitionspartner suchen müssen. Viel Auswahl hat er dabei nicht.
Eigentlich stehen ihm hierfür nur die UCK-Führer Hasim Taci und
Ramuz Hajradinaj zur Verfügung, beide Verbrecher und
verantwortlich für das unsägliche Leid von zahllosen
Nichtalbanern in der Provinz. Das paßt aber nicht zum Nimbus
Rugovas als dem "Gandhi des Kosovo" wie ihn der Serbenhasser
Stephan Israel in der gestrigen Frankfurter Rundschau betitelte.
Somit bliebe dem "Friedensfürsten" Rugova eigentlich nur das
Bündnis mit dem verhaßten "serbischen Feind", den seine
Landsleute von der UCK in Kosovo und Metochien bereits beinahe
ausgerottet haben. Nur dieses wird er seinem Wahlvolk nicht
verkaufen können, aber vielleicht hat ja hierfür die
Internationale Staatengemeinschaft eine ihrer vielen
Patentlösungen parat, man wird abwarten müssen.

Was hat die nichtalbanische Bevölkerung von dieser Wahl?
Zumindest bekam sie heute von höchster Stelle in der EU
dahingehend Unterstützung, daß ihre Provinz nicht in eine
albanische Unabhängigkeit entlassen wird - übrigens das erste
klare internationale Bekenntnis der Zugehörigkeit der Provinz
Kosovo und Metochien zu ihrem Mutterland - aber desweiteren? Es
ist noch nicht einmal klar, wie die nichtalbanischen Abgeordneten
in ihr "Parlament" gelangen sollen, ohne von einem albanischen
Mob verfolgt, angegriffen, verprügelt oder gar getötet zu werden.
Es könnte diesen Abgeordneten leicht gehen, wie denen die sie
vertreten sollen, sie werden von den Albanern terrorisiert,
vertrieben, geschlagen und nicht selten ermordet. Ein denkbar
solides Fundament für eine Demokratie.

Genauso solide wie das Verfahren zur Registrierung der
nichtalbanischen Wähler, bei dem zahllose Vertriebene und auch in
der Provinz lebende Wahlberechtigte unterschlagen wurden, aber
selbst damit ließ sich die albanische Lüge von ihrem 90
prozentigen Bevölkerungsanteil in der Provinz nicht aufrecht
erhalten. Immerhin haben die nichtalbanischen Wähler trotz
deutlich geringerer Wahlbeteiligung ca. 20 Prozent der Stimmen
abgegeben. Man kann sich also leicht ausrechnen, wie eine Wahl
unter Beteiligung wirklich aller Wahlberechtigten der Provinz
ausgegangen wäre. So gesehen, ein durchaus interessantes
Ergebnis.



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Subject: Kosovo: freie Wahlen?
Date: Wed, 21 Nov 2001 21:37:08 +0100
From: joesb@...
Organization: JOeSB Aktuell


Von der Presse wurden die von der Protektoratsverwaltung organisierten
Wahlen vom 17. November als der erste demokratische Urnengang in der
Geschichte des Kosovo überhaupt gefeiert. Der Wahrheitsgehalt dieser
Berichterstattung ist indes ungefähr genau so groß, wie jener über die
"humanitären" Ziele des Bombardements und die Verwirklichung eines
"multiethnischen" Kosovo durch die NATO.
Tatsächlich ging es um etwas ganz anderes, nämlich der bisher nur von
der sogenannten "internationalen Gemeinschaft" legitimierten
NATO-Besatzung eine Rechtfertigung auch durch Wahlen zu geben. Doch die
Bedingungen für freie und demokratische Wahlen sind entgegen den
Behauptungen der Kolonialorgane keineswegs gegeben: Die verbliebenen
Serben im Kosovo können sich nach wie vor nicht frei bewegen.
Insbesondere in den kleinen Enklaven im Süden sind selbst
selbstverständliche Tätigkeiten des Alltagsleben, wie Einkaufen oder
Schulbesuch, lebensgefährlich und immer noch werden Serben Opfer
nationalistisch motivierter Morde. Die Enklaven sind auf Gedeih und
Verderb dem Schutz der NATO ausgeliefert, von der die Eingeschlossenen
wissen, dass diese vermeintlichen Beschützer letztlich ebenfalls gegen
sie stehen. In diesem Klima der Einschüchterung, das dazu dient, die
wenigen ausharrenden Serben ebenfalls zu vertreiben und den Kosovo so
endgültig serbenfrei zu machen, ist an einen demokratischen Wahlkampf
nicht im entferntesten zu denken. Hinzu kommen die Hunderttausenden
vertriebenen Serben, die sich zwar registrieren lassen konnten, deren
Zahl mit 178.000 aber weit unter jener vor der NATO-Okkupation
liegt. Ohne Rückkehr der Vertriebenen wird der nichtalbanische Anteil am
Elektorat jenen des Vorkriegsstatus niemals erreichen können. Wenn man
weiß, wie gefährlich das Leben der wenigen von der Okkupationsbehörde
beschäftigten Serben ist, von denen bereits einige ihr Leben lassen
mussten, so ist klar, dass die nun in die Institutionen gewählten
serbischen Vertreter bestenfalls als demokratisch Tarnung benutzen
werden.
Dass die NATO alles versuchen würde, sich mittels der Abhaltung von
Wahlen zu legitimieren war klar. Doch wirklich schlimm ist, dass die
prowestliche DOS-Regierung in Serbien dieses schmutzige Spiel mitspielte
und so diesem Versuch letztendlich erst zum Erfolg verhalf. In dem sie
zur Beteiligung an den Wahlen aufrief, hat sie die UNMIK und die hinter
ihr stehende NATO-Besatzungsmacht anerkannt. So wird den albanischen
Parteien die Plattform bereitgestellt, auf der sie für die Sezession der
Provinz wirken können. Wie bei der Auslieferung von Milosevic an das
Haager Inquisitionsgericht ist die Absolution ein glatter Verrat an den
Interessen des serbischen und jugoslawischen Volkes. Ein zweites Mal hat
Djindjic belegt, dass er der neue Nedic ist.
Einen Lichtblick gibt es jedoch. Vergleicht man die Wahlbeteiligung der
Serben, dann ist sie sowohl in den Enklaven und in Serbien selbst hoch,
in Kosovska Mitrovica im Norden des Kosovo aber signifikant geringer.
Das lässt sich nur damit erklären, dass in diesem letzten verbleibenden
kompakten serbischen Teil der Provinz der Volkswiderstand und seine
Organisationen intakt sind. Ihre Unabhängigkeit und Opposition
gegenüber der DOS unter Beweis stellend, leisteten die Serben der
geteilten Stadt und der umliegenden Gemeinden mehrheitlich dem Aufruf
zum Boykott der undemokratischen und unfreien Wahlen Folge. Sie
verweigern damit dem Protektorat die Legitimität und das ist gut so.


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